Day 6 : Street Art in Oaxaca

Nach einem wunderbaren Frühstück — die Köchin haut mitten in der offenen Küche die Empanadas auf einen riesigen runden Herd — geht es zu unserer Street-Art-Tour. Ferds nicht dabei, er muss sich erholen :)
Der Feiertag der Taxifahrer
Am Weg dorthin werden wir von einer Prozession mit Umtata und tanzenden Damen in Nationaltracht aufgehalten; es stellt sich alsbald heraus, dass heute der Feiertag der Taxifahrer ist, der entsprechend begangen wird. Nach der Prozession fahren nämlich unzählige mit Blumen geschmückte Taxis, und die Fahrer werfen tonnenweise Zuckerln in die Menge — ich versuche, mir das in Wien vorzustellen, und schaff’s irgendwie nicht …


Santo Domingo
So startet unsere Tour verspätet, und wir huschen in der Zwischenzeit noch schnell zum Templo de Santo Domingo de Guzmán, der innen im sogenannten spanischen Barock gestaltet ist — mehr Gold ist schwer vorstellbar. Bereits 1603 wurde die Kirche in Betrieb genommen; schwer vorstellbar, dass nur 60 Jahre vorher noch die Azteken in Mexico City an der Macht waren … Da prallen wirklich Welten aufeinander.


Die Wandmalereien
Die Tour mit unserem sehr netten Guide lehrt uns abseits der knallbunten Wandmalereien auch sonst einiges. Etwa, dass es einen Baum gibt, an dessen Rinde Dornen wachsen, um die Tiere abzuhalten — schon erklärt sich, woher die vielen Keramiktassen etc. mit stilisierten Stacheln kommen! Pochote heißt der Baum — oder so :)






Die Wandmalereien begeistern im Zusammenspiel mit dem Ambiente der Stadt, es sieht so aus, wie sich der Tourist Mexiko vorstellt.


Druckwerkstätten und Kooperativen
Eine zweite wichtige Kunstform ist der Druck, es gibt in der Stadt etliche Print Workshops, die ziemlich coole Motive herstellen. Um eins mit nach Hause zu nehmen, sind für meinen Geschmack allerdings zu viele Totenköpfe drauf. Einige verewigen die Motive aber: an praktisch jeder Ecke ist ein Tattoo Shop, der einem bei dieser Aufgabe zu Hilfe kommt …


Da die Food Tour auf morgen verschoben ist, gönnen wir uns den Nachmittag in der Stadt und lassen uns treiben. Entlang der Alcalá findet man wunderbare Kooperativen, die mexikanische Teppiche, Blusen, Ponchos, Keramik etc. feilbieten, aber nicht wie in Chichén Itzá klar aus China, sondern ebenso eindeutig hier in der Gegend mit Liebe und Stil produziert. Wir kaufen mal 2 Mugs, und dann ist ja morgen auch noch ein Tag.




Der soll übrigens mit einem Frühstück um 9 beginnen, da wir dann einen Ausflug nach Monte Albán machen wollen …
Alle Fotos und Videos dieses Tages gibt es im Mexiko-Album.