Mexico 2026
18. August 2026

Day 12 : Mexico City Day 1 — Casa Azul, Coyoacán und Lucha Libre

Die Kinder müssen wieder mal rausgeklopft werden, um 10.30 haben wir den Slot in der Casa Azul. Ferds obvs grantig, schon sehr Teenie-Style auf der Reise muss ich sagen: immer am Handy u wenn er uns wahrnimmt defensiv/beleidigt. Zum Glück lachen ihn die 2 Älteren ab und an aus …

Der Verkehr hier ist übrigens der Wahnsinn, man braucht überall mind. 30 min hin, wir sind eine 20-Mio-Stadt typisch nicht gewöhnt!! Dafür funktioniert Uber perfekt, um 12 Euro quetschen wir uns in eine quietschende Karre und los geht’s. Seitdem Max aber Uber Luxury entdeckt hat, ist der Comfort deutlich gestiegen :) In den Taxis ist das Gesprächsthema übrigens meistens Fußball oder, aus gegebenem Anlass, Kampfsportarten — dazu später mehr.

Casa Azul

Casa Azul im Stadtteil Coyoacán ist ein Erlebnis, Frida lebte bis zu ihrem Tod 1954 hier, man sieht das (sehr kleine) Bett mit Spiegel, in dem sie gemalt hat, ihren Rollstuhl, ihre Kleidung. Das Haus besitzt einen herrlichen Garten, und man kann sich in den Schatten setzen und ihr nachspüren — oder sich am Handy wegbeamen :) Es läuft ein kurzes Video, hier im Garten gedreht, wo Diego Rivera Frida den Kopf tätschelt und sie ihm verliebt die Hand küsst — so hat er sich wohl gern dargestellt. Laut unserem mex Freund ist er übrigens bis heute in Mexiko bekannter als sie …

Max bemängelt, dass kaum Bilder von Frida zu sehen sind; ich finde aber, dass es hier um den Gesamteindruck geht, also eher ein Frida plus Ort eigentlich. Und ein paar gute Zusammenstellungen gibt es, wie ein Selbstbildnis mit Korsett u daneben hängt dann eben das Korsett.

Coyoacán

Dann geht es weiter ins Herz von Coyoacán hinein, mit bunten Märkten, schattigen Plätzen, auch so, wie man sich das vorstellt. Wir lunchen an der Bar eines Tacoplätzchens mitten im Markt, selten so gut gegessen!

Templo Mayor

Dann ziehen O und ich weiter zum Templo Mayor, den Überresten von Tenochtitlán, das die schönste Stadt der Welt gewesen sein soll, bevor sie Hernán Cortés 1521 niedergebrannt hat. Gebaut wurde sie ab 1320 — wieder ist es erstaunlich, wie grob der Stil gegenüber jenem der früheren Ägypter, Griechen oder Römer wirkt. Trotzdem ein besonderer Ort, inkl. des Altars, auf dem Menschenopfer dargebracht wurden.

Dann geht es durch das alte Zentrum — wenn man über die Menschenmassen, Standln und den Verkehr schaut, sieht man wunderbare Kirchen und Bauten im Kolonialstil, wir haben allerdings schnell genug, schneller Abstecher ins Museo José Luis Cuevas, wo es absolut nichts zu sehen gibt (ok, Eintritt war nur 1 €).

Lucha Libre

Am Abend dann die Lucha-Libre-Show — ein Kampfring, in dem in glitzernde Polyesteroutfits gekleidete Kämpfer akrobatische Kampfchoreos zeigen, während die Menge rundherum grölt. Ist aber sehr witzig, va die Sequenz, wo 2 Alte (also Mitte 60) gegen jüngere Muskelpakete antreten und jedesmal wenn der Alte eine kassiert die ganze Arena abwechselnd „Buh“ schreit und „Abuelito“ (Großväterchen) skandiert. Bis dann der Alte den Jungen verhaut, was mit großem Beifall bedacht wird. Only in MEX!


Alle Fotos und Videos dieses Tages gibt es im Mexiko-Album.